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Leo Trotzki 19381231 Eine weitere Lektion zur Lima-Konferenz

Leo Trotzki: Eine weitere Lektion zur Lima-Konferenz

31. Dezember 1938

[Eigene Übersetzung nach der englischen Übersetzung, verglichen mit der französischen Übersetzung]

Die mühsame Erstellung der sogenannten Lima-Solidaritätsresolution war gerade abgeschlossen worden, als diese Clave-Ausgabe in Druck ging. Wir sehen uns daher nicht in der Lage, an dieser Stelle eine detaillierte Analyse der Panamerikakonferenz vorzunehmen, aber wir werden dies in der nächsten Ausgabe tun. Wir werden uns vorerst darauf beschränken, hastig einige zusammenfassende Schlussfolgerungen zu formulieren, die jedoch unerschütterlich und gleichzeitig lehrreich sind.

Lateinamerika ist ein absolut unverzichtbarer Stützpunkt für die weltweite Aggression der Vereinigten Staaten. An dieser Stelle geht es nicht darum, dass das Weiße Haus die amerikanischen Demokratien verteidigt, sondern dass es Lateinamerika als solches für die Vereinigten Staaten verteidigt. Die Ausrichtung der lateinamerikanischen Länder an die Vereinigten Staaten hat nichts mit der Linie zu tun, die Demokratie und Faschismus trennt. Es sind geografische und strategische Überlegungen sowie Handelsinteressen und nicht die Politik, die die Haltung jedes Landes gegenüber den frommen und heuchlerischen Forderungen von Cordell Hull bestimmt haben, der die Unterstützung einiger der brutalsten Diktaturen hat und die Opposition von Ländern, die sich der „Demokratie" nähern.

Es ist klar, dass die Politik Roosevelzs, das heißt der Imperialismus mit einem freundlichen Lächeln, gescheitert ist – eine ziemlich natürliche Ergänzung zum Scheitern des New Deal in der Innenpolitik der Vereinigten Staaten. Die Schlussfolgerung, die gezogen werden muss – die bereits vom amerikanischen Kapital gezogen wird – ist ganz klar: Nichts Wesentliches kann durch Zugeständnisse an die Arbeiter im Inneren oder durch Zugeständnisse an die „Barbaren" im Bereich der Außenpolitik erreicht werden. Das gewaltige Rüstungsprogramm der Vereinigten Staaten hebt die diplomatische Niederlage von Cordell Hull in Lima beredt hervor.

Für den neuen Kontinent beginnt ebenfalls eine eiserne Zeit. Keine pazifistischen Illusionen oder Schimären mehr. Nur durch einen revolutionären Kampf können die lateinamerikanischen Völker wie auch das Proletariat der Vereinigten Staaten ihre Emanzipation sichern.

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