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Leo Trotzki 19380405 Brief an Walter Held

Leo Trotzki: Brief an Walter Held

(5. April 1938)

[eigene Rückübersetzung nach Léon Trotsky, Œuvres 17, mars 1938 a juin 1938. Institut Léon Trotsky, Paris 1984, pp. 124 ff., dort unter dem Titel „Questions allemandes“, Deutsche Fragen]

Lieber Genosse Held,

Ich danke Ihnen sehr für Ihren Brief. Natalia und ich warteten auf ihn und wir erklärten die Verzögerung Wort für Wort auf die Art, auf die Sie es tun. Für viele Freunde war es schwierig, uns während dieser schrecklichen Tage zu erreichen und wir verstehen sie nur zu gut ... Heute erscheint uns die Katastrophe noch so unglaublich wie am ersten Tag.

Ich schreibe Ihnen diesen Brief mit der Hilfe des Genossen, den Sie kennen, der seit einigen Wochen in Mexiko lebt. Wir haben auch die deutsche Frage diskutiert. Das Verhalten unserer Genossen Johre und Fischer im Hinblick auf Der einzige Weg erscheint mir unerklärlich und politisch falsch. Für die deutsche Emigration (und sogar für Deutschland selbst) wäre es notwendig, Der einzige Weg als eine theoretische Zeitschrift durch die politische Zeitschrift zu ergänzen. Man behält so die Möglichkeit, Diskussionen in der Zeitschrift innerhalb vernünftiger Grenzen zu führen. Als internationale Organisation sind wir alle für Der Weg verantwortlich. Mit welchem Recht kehren die führenden deutschen Genossen der Zeitschrift den Rücken zu? Ich bin sicher, dass die internationale Konferenz in dieser Angelegenheit eingreifen wird. Aber es wäre viel besser für die Autorität der deutschen Sektion, jetzt die notwendige Regelung zu finden.

Da Sie mit Der einzige Weg zusammenarbeiten, können Sie die Initiative für ein solches Arrangement erfolgreich übernehmen.

Die herzlichsten und herzlichsten Grüße von mir, Natalia und dem ganzen Haus an Synnøve und Sie selbst.

Ihr L. D.

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