Leo Trotzki: Brief an Mark Zborowski und Lilia Estrin 25. April 1938 [eigene Übersetzung nach Архив Л. Д. Троцкого. Том 9, verglichen mit der französischen Übersetzung] Liebe Genossen! 1) Ich sende Ihnen eine neue Arbeit „Ihre Moral und unsere" für das „Bulletin". Der Artikel ist umfangreich und kann entweder in einer Doppelnummer des „Bulletins" erscheinen oder in zwei Nummern gedruckt werden. Ich stelle dies in Ihr Ermessen. Sie können diesen Artikel früher und das „Übergangsprogramm" später nach der Konferenz mit allen sich ergebenden Änderungen abdrucken. Sie werden diese Fragen je nach den Umständen selbst entscheiden müssen. 2) Ich glaube, dass Sie von mir jetzt Material für 4 Monate haben. In dieser Zeit werde ich vielleicht kurze Artikel zu aktuellen politischen Themen senden. Aber erwarten Sie nichts von mir. 3) Es wäre sehr wünschenswert, Barmin in das „Bulletin" einzubeziehen. Ist er damit einverstanden? Schlagen Sie es ihm bitte vor, wenn er direkte Korrespondenz mit mir aufnehmen möchte. Ich werde mich sehr darüber freuen. 4) In Ihrem Brief geben Sie an, welche konspirativen Änderungen Sie in die Korrespondenz eingefügt haben, um den Autor unkenntlich zu machen. Solche Mitteilungen zu machen, ist eindeutig eine Unvorsichtigkeit, da Briefe unterwegs von Agenten der GPU gelesen werden können. 5) Ihr Plan, einen russischen Club zu gründen, ist natürlich sehr attraktiv. Die ganze Frage ist in der Auswahl von Leuten. Wie verhält sich Genosse Barmin zu dieser Idee? Seine Teilnahme scheint mir sehr wichtig. Sein Name ist jetzt bekannter geworden. Schwankende Sowjetmenschen im Ausland usw. können sich an ihn wenden. Es wäre sogar wünschenswert, dies in der einen oder anderen Form im Bulletin selbst anzugeben, wenn Barmin selbst dem zustimmt. 6) Ich arbeite parallel an Büchern über Stalin und Lenin und hoffe sehr auf Ihre Mitarbeit. Ich schüttele Ihre Hand [L. D. Trotzki] |
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