Leo Trotzki: Brief an James P. Cannon (22. Dezember 1938) [Eigene Übersetzung nach der französischen Übersetzung, dort unter dem Titel „L’Appel aux Bourgeois et Intellectuels juifs“, Der Appell an jüdische Bourgeois und Intellektuelle] Werte Freunde, Ich glaube, dass die Vierte Internationale jetzt Geld von fortschrittlichen Elementen der jüdischen Bourgeoisie und Intellektuellen erhalten könnte. Ich füge eine Art Appell oder einen kurzen Artikel bei. Wie ihn verwenden? Man kann auf zwei verschiedene Arten handeln. Zunächst ihn einfach im Socialist Appeal veröffentlichen, aber in diesem Fall könnte er kaum die Menschen erreichen, die uns in dieser Angelegenheit interessieren. Wäre es nicht besser, ihn in Form eines Briefes zu veröffentlichen, der auf fotografische Weise reproduziert wird, indem man die Kopien nummeriert und sie direkt oder über Vermittler mit einem Begleitschreiben an bestimmte Personen sendet? Es scheint mir, diese zweite Methode könnte effektiver sein, und das vor allem, wenn man jemanden hat, der das Milieu kennt und erfinderisch und überzeugend ist. Natürlich werden Sie selbst beurteilen, wie Sie in dieser Angelegenheit am besten vorgehen. Ich denke auch, dass wir uns in dieser Angelegenheit nicht auf den Slogan „Öffnet die Türen" beschränken können. Wir müssen natürlich das Asylrecht verteidigen, aber andererseits ist klar, dass die wachsende Zahl von Juden in den [Vereinigten] Staaten antisemitische und faschistische Tendenzen stärken wird. Deshalb müssen wir den allgemeinen Charakter dieses Themas weiter hervorheben, indem wir darauf bestehen, dass die Öffnung der Tür nur ein Linderungsmittel ist und dass die wirkliche Lösung im Bereich des revolutionären Klassenkampfes liegt. In dieser Lage haben wir zwei Ziele zu verfolgen: die Trennung jüdischer Arbeiter von der Bourgeoisie und die finanzielle Unterstützung durch bürgerliche jüdische Elemente zu erlangen. |
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