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Leo Trotzki 19380331 Brief an Albert Sprague Coolidge

Leo Trotzki: Brief an Albert Sprague Coolidge

(31. März 1938)

[eigene Übersetzung nach der französischen Übersetzung in Léon Trotsky, Œuvres 17, mars 1938 a juin 1938. Institut Léon Trotsky, Paris 1984, S. 116, unter dem Titel „La Bête est blessée“, Die Bestie ist verwundet]

Lieber Genosse Coolidge,

In den letzten Wochen haben meine amerikanischen Freunde wichtige dringende Maßnahmen gegen die Terrorakte der GPU ergriffen. Sie haben mir mitgeteilt, dass Sie großzügig für diesen Zweck gespendet haben. Es ist mir etwas peinlich, dass Genossen und Geld von der aktiven Bewegung für einfache Polizeimaßnahmen abgezogen werden. Aber das ist nur die Konsequenz der von den Stalinisten eingeführten Gangstermethoden. In der Arbeiterbewegung bin ich verpflichtet, diese außerordentlichen Maßnahmen als Teil des notwendigen und heilsamen Kampfes gegen die GPU-Komintern zu betrachten.1

Die Enthüllungen des vergangenen Jahres und insbesondere die Arbeit der Dewey-Kommission haben einen wichtigen Wendepunkt in der Weltöffentlichkeit gebracht, insbesondere in den Vereinigten Staaten und sogar in Frankreich. Die wilde Bestie ist verwundet, aber in ihren Krämpfen bleibt sie eine Zeitlang gefährlicher als zuvor, weil sie der Reaktion der Weltöffentlichkeit keine Beachtung mehr schenkt.

1Möglicherweise ein Fehler in der französischen Übersetzung? Es soll vielleicht heißen: „Aber das ist nur die Konsequenz der von den Stalinisten in der Arbeiterbewegung eingeführten Gangstermethoden. Ich bin verpflichtet, diese außerordentlichen Maßnahmen als Teil des notwendigen und heilsamen Kampfes gegen die GPU-Komintern zu betrachten.“

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