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Scholem, Werner

Scholem, Werner (1895-1940) war ein deutscher Kommunist. In seiner Jugend hatte er mit dem Zionismus sympathisiert, schloss sich aber 1912 der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (Jugendorganisation der SPD) an. 1915-1918 war er Soldat. 1917 trat er der USPD bei und wurde 1919 Redakteur von deren Lokalzeitung in Halle (Volksblatt). Mit der USPD-Mehrheit schloss er sich 1920 der KPD an und wurde 1921 Abgeordneter des Preußischen Landtags und Redakteur der Parteizeitung „Die Rote Fahne“. Nach der „Märzaktion“ 1921 war er einige Monate in Haft. Danach wurde er Organisationsleiter im Bezirk Berlin, in dem der linke Parteiflügel dominierte. Nachdem dieser 1924 die Parteiführung übernahm, wurde er Reichsorganisationsleiter und Mitglied des Politbüros der KPD. 1924-1928 war er Reichstagsabgeordneten. Er organisierte maßgeblich die Säuberung der KPD von Gegner*innen der von Sinowjew gestützten Fischer-Maslow-Führung. Als diese 1925 von Moskau fallen abgesägt wurde, verlor er seinen Posten. 1926 wurden er, Fischer, Maslow und viele andere wegen des Protests gegen die Verfolgung der Vereinigten Opposition (Trotzki, Sinowjew, Kamenew etc.) ausgeschlossen und gründeten den Leninbund, den Scholem, Fischer und Maslow und andere aber 1928 wieder verließen (Sinowjew und Kamenew hatten schon Ende 1927 kapituliert). Er soll aber mit der linken Opposition sympathisiert und anonym für deren Zeitung „Permanente Revolution“ geschrieben haben. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde er verhaftet und kam 1937 ins Konzentrationslager, wo er angeblich auf der Flucht erschossen wurde.

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