Pfemfert, Franz (1879-1954) war ein deutscher Publizist, politischer Aktivist und Fotograf. In der Kaiserzeit stand er in Kontakt zu linksradikalen Kreisen, in denen er auch seine spätere Frau Alexandra Ramm kennenlernte. Seit 1911 gab er die Zeitschrift „Die Aktion“ heraus, die v.a. sehr erfolgreich expressionistische Kunst und Literatur veröffentlichte. Im Ersten Weltkrieg stand er in engen Kontakt zu Karl Liebknecht und Otto Rühle und schloss sich dem Spartakusbund an. Nach der Novemberrevolution 1918 verließ er die KPD mit der ultralinken Abspaltung KAPD und bald darauf diese mit der noch ultralinkeren Abspaltung AAU(E). Ab 1927 war er hauptberuflich Fotograf. „Die Aktion“ erschien immer unregelmäßiger. Ab 1929 war seine Frau als literarische Agentin und Übersetzerin („Mein Leben“, „Geschichte der Russischen Revolution“) Trotzkis tätig und übersetzte auch tagespolitische Trotzki-Texte für „Die Aktion“. 1933 emigierten sie in die Tschechoslowakei, später nach Frankreich. 1940 wurden sie interniert und konnten erst 1941 nach Mexiko entkommen. Dort verbrachte Pfemfert seine letzten Jahre unter ärmlichen und – bis auf den Kontakt mit Trotzkis Witwe Natalia Sedowa – sehr isolierten sehr isolierten Verhältnissen. |
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