Müller, Alexander (Sascha) (1892-1956) war ein deutscher Trotzkist. Er wurde als Kind deutscher Eltern in Moskau geboren und übersiedelte 1912 zum Studium nach Berlin. Er wurde 1919 Mitglied der USPD und 1920 der KPD. Mitte der 1920er Jahre arbeitete er als Übersetzer für den Verlag der Kommunistischen Jugendinternationale und die sowjetische Handelsvertretung in Berlin. Er gehörte zur Weddinger Opposition, die sich Trotzki annäherte. 1929 übersetzte er Trotzkis Kritik des Komintern-Programmentwurfs ins Deutsche. Nach der Vereinigung der Weddinger und der Leninbund-Opposition wurde er 1930 in die Reichsleitung der Opposition gewählt, die er nach dem Ausschluss Landaus wieder verließ (nach anderen Angaben verließ er mit Landau auch die Organisation). Nach 1933 gehörte er zur Berliner Widerstandsgruppe der Linken Opposition, wurde im Januar 1934 festgenommen und so schwer gefoltert, dass er den Rest seines Lebens Invalide blieb. 1945/46 wurde er Mitglied der KPD bzw. SED, verließ sie aber bald wieder. (s. Weber/Herbst, Deutsche Kommunisten, Berlin ²2008) |
Übersicht > Personenverzeichnis >