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Leonetti, Alfonso

Leonetti, Alfonso (1895-1984) – italienischer Kommunist. Er wurde 1918 Redakteur der sozialistischen Parteizeitung Avanti! in Turin. Er gehörte zur Ordine-Nuovo-Gruppe (Antonio Gramsci, Angelo Tasca u.a.), die 1921 zusammen mit der Gruppe um Bordiga die Kommunistische Partei Italiens gründete. 1924-1926 war er Chefredakteur der Parteizeitung L’Unità, 1926 Mitglied des Zentralkomitees und 1927 des Politbüros. 1930 gründete er zusammen mit Paolo Ravazzoli und Pietro Tresso die Neue Italienische Opposition, die sich Internationalen Linken Opposition um Trotzki anschloss. Da er die Ablehnung der Volksfrontpolitik nicht teilte, beteiligte er sich 1938 nicht an der Gründung der Vierten Internationale. 1945 wurde er Mitglied der französischen Kommunistischen Partei, was aber wieder annulliert wurde. 1960 kehrte er nach Italien zurück und dort 1962 in die KP aufgenommen. Ab 1970 setzte er sich v.a. für die Rehabilitierung von Opfern des Stalinismus ein.

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