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Kanagur, Siegmund

Kanagur, Siegmund (1909-1967) – österreichischer Sozialist bzw. Kommunist. Er kam im Ersten Weltkrieg mit seiner Familie auf der Flucht vor der russischen Armee von Galizien nach Wien. Dort wurde er in der sozialistischen Jugend und 1927 auch in der Roten Hilfe aktiv, die von der KP dominiert war. Im Winter 1929/30 war er am “Komitee revolutionärer sozialdemokratischer Arbeiter” beteiligt, einer Initiative Wilhelm Reichs, die versuchte, unzufriedene sozialdemokratische Arbeiter für die KP zu gewinnen. 1931 wurde er aus der Roten Hilfe ausgeschlossen, bemühte sich trotzdem um Aufnahme in die KP, die 1933 erfolgte. 1938 ging er nach Spanien. Nach der Niederlage in Spanien wurde er in Frankreich interniert, kam nach Nordafrika, wo er von der britischen und US-Armee befreit wurde, für die er danach tätig wurde. Er änderte seinen Namen in Kennedy. Nach dem Krieg war er in Wien im Medienbereich tätig. Mit dem Stalinismus brach er 1945, 1950 trat er wieder in die Sozialdemokratie ein.

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